Ein afrikanisches Kreuz für unsere Gemeinde

Im Rahmen des Pfingstgottesdienstes in der Friedenskirche überreichte der Bischof der evangelisch-lutherischen, tansanischen Meru-Diözese, Elias Kitoi Nasari, ein aus Ebenholz gefertigtes Kruzifix, als ein Zeichen der partnerschaftlichen Verbundenheit. Zusammen mit den Pastorinnen Dr. Usarski und Mayer-Köhn gestaltete er diesen festlichen Abendmahls-Gottesdienst, in dem er die Predigt hielt und Abendmahl und Segen mit spendete. Die Leistung unserer Kantorei  würdigte er besonders.

In einer kleinen Zeremonie stellte er sein Gastgeschenk für die Kirchengemeinde Farmsen-Berne vor.

Das Kreuz ist insofern sehr ungewöhnlich, als es nicht, wie gewohnt, den gekreuzigten Christus darstellt, sondern viele Hände zeigt, die eine herabfliegende Taube einrahmen. Die Taube gilt seit jener Taufe im Jordan traditionell als Symbol für den Heiligen Geist und ist im Zusammenhang mit dem Kreuz aber eher selten zu sehen. Bischof Nasari überreichte es am Festtag des Heiligen Geistes und deutete die dargestellten Hände als Spender und Empfänger des Segens, den der Heilige Geist ausgießt. Dass hier 7 Hände dargestellt sind, mag ein Hinweis auf Luthers Pfingsthymnus „Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist“ (EG 126) sein, in dessen vierter Strophe von den sieben Gaben des Heiligen Geistes die Rede ist.

Im Rahmen eines Deutschlandbesuches, bei dem er mit verschiedenen Partnerschaftgruppen konferierte, die mit der Meru-Diözese gemeinsame Projekte betreiben, kam der Bischof auch nach Hamburg, um mit dem Tanzania – Arbeitskreis unserer Gemeinde über die Projekte zu sprechen, die unsere Gemeinde im Western District seit vielen Jahren unterstützt: die Berufsschule in Akeri und das im Aufbau befindliche Touristik-Unternehmen, dessen Erträge hoffentlich den Schulbetrieb einmal absichern werden. Wir hatte drei Tage Zeit, uns kennen zu lernen und fanden viele Gelegenheiten, unser Anliegen zu besprechen. Übereinstimmend sind wir der Ansicht, dass dieser Besuch unsere Arbeit befördern wird.

Jürgen Wulf

(Tanzania-Arbeitskreis)