Bericht ├╝ber die Tanzania-Reise

Am 16. Juli berichtete unsere Reisegruppe ├╝ber ihre Eindr├╝cke und Erlebnisse auf der Reise. Neben den aktuellen und ehemaligen Gruppenmitgliedern waren auch langj├Ąhrige F├Ârderer unserer Partnerschaftsarbeit gekommen, sowie G├Ąste, die zwar schon l├Ąnger an Afrika interessiert waren, aber erst k├╝rzlich  auf unsere Aktivit├Ąten aufmerksam wurden. 

Der aktuelle Anlass der Reise war die Verabschiedung von Bischof Paulo Akyoo, der unsere Arbeit seit Beginn begleitet und mehrfach auch Farmsen besucht hatte. Und nat├╝rlich sollte die neue Boma in Augenschein genommen werden, die das Herz des MCT (Meru Cultural Tourism) sein wird, von welcher Gesellschaft wir uns Einnahmen zur Unterst├╝tzung der Berufsschule AVTC (Akeri Vocational Training Centre) erhoffen.

Bei Kaffee und Kuchen erl├Ąuterten die Reiseteilnehmerinnen die mitgebrachten Fotos und erz├Ąhlten  engagiert ├╝ber unsere Partnerschaftsarbeit und die besonderen Lebensbedingungen im Norden Tanzanias.

J├╝rgen Wulf

 

Johannes Bugenhagen

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 gr├╝ndet das Johanneum

BugenhagenDas Johanneum wurde von Johannes Bugenhagen, dem geistlichen Gesandten des Reformators Martin Luther, am 24. Mai 1529 gegr├╝ndet. Der Rat der Stadt Hamburg folgte damit  Martin Luthers ÔÇ×Sendschreiben an die Ratsherren allerlei St├Ądte Deutschlands, da├č sie christliche Schulen errichten und halten sollen“

Interessant an Bugenhagens Berufung ist, dass sowohl der berufende Hamburger B├╝rgermeister Johann Wetken, als auch der berufene Reformator Johannes Bugenhagen Wurzeln in der Universit├Ąt Greifswald haben. Wetken hatte in Rostock Jura studiert und wurde 1505 Rektor der Hochschule Greifswald bevor er als Stadtschreiber in seine Heimatstadt zur├╝ckkehrte. Bugenhagen gilt als der prominenteste Absolvent der Greifswalder Universit├Ąt. Vielleicht sind sie sich dort schon begegnetl

 

Johannes Bugenhagen

Es luthert total und aus allen Kan├Ąlen, aber wenn Luther allein gewesen w├Ąre, h├Ątte sich die Reformation nicht so fl├Ąchengreifend durchsetzen k├Ânnen. F├╝r Hamburg ist Johannes Bugenhagen eine der wichtigen Personen. Bugenhagen kam 1528 mit seiner Frau Walpurga und der Tochter Sara nach Hamburg. Er sollte organisatorisch der Reformation eine Ordnung, eine Verfassung, geben. Drei Hamburger B├╝rgermeister empfingen die Familie und sehr reichlich wurden fettes Ochsenfleisch, Wein, Bier und Bedienstete bereitgestellt.

Bugenhagen hat sich gro├če Verdienste erworben, so zum Beispiel, indem er die Schulbildung auch f├╝r M├Ądchen (!) als Konsequenz der Taufe stark gemacht hat.

Kloster-St.-JohannisAber ich finde, dass die Reformatoren etwas falsch gemacht haben in Bezug auf die Kl├Âster. Es ist bedauerlich, dass wir Evangelischen alle Kl├Âster abgeschafft haben. Die Reformatoren haben die Nonnen und die M├Ânche verd├Ąchtigt, dass sie sich f├╝r besonders heilig hielten und somit ├╝ber die anderen Christen erheben wollten.

Heute sehnen sich wieder Menschen danach, einige Zeit an einem Klosterleben teilzunehmen, weil sie empfinden, dass sie sich dort selbst finden und auch Gott auf eine einzigartige Weise nahe kommen k├Ânnen.

Im letzten Sommer habe ich im Rahmen einer kirchengeschichtlichen Veranstaltung das Kloster St. Johannis in Hamburg, das heute ein Evangelisches  Damenstift ist und sich in der Heilwigstra├če im Stadtteil Eppendorf befindet, besucht.  Hier wohnen derzeit 70 Frauen, die ├╝ber 60 sind, in Wohnungen unter dem gro├čen Dach des Evangelischen Damenstiftes.

Aber nun zur├╝ck ins 16. Jahrhundert:

Die Nonnen haben sich damals heftigst dagegen gewehrt, als Bugenhagen ihr Kloster aufl├Âsen wollte. Bugenhagen beschimpfte sie als ÔÇ×L├╝genbr├Ąute Gottes“. Aber die Nonnen k├Ąmpften daf├╝r, ihren alten Glauben zu behalten und vor allem daf├╝r, in ihrer Gemeinschaft bleiben zu k├Ânnen.  Schlie├člich aber ergriffen Rat und B├╝rger gegen die aufm├╝pfigen Nonnen 1530 drastische Ma├čnahmen: Das sch├Âne Klostergeb├Ąude wurde einfach zerst├Ârt und nur die Nonnen, die zum evangelischen Glauben ├╝bertraten, durften an anderer Stelle in Hamburg als evangelische Frauengemeinschaft zusammen wohnen. Das heutige Geb├Ąude, Kloster St. Johannis, wurde 1914 in der Heilwigstra├če als Evangelisches Damenstift erbaut.

Pastorin Christa Usarski

(├ťber Johannes und Walpurga Bugenhagen kann man sich gut informieren:
www.hamburger-reformation.de