Jona und der Wal
R├╝ckblick auf die Kinderbibelwoche f├╝r Vorschulkinder im Juli 2017

Eine Woche lang haben 23 Vorschul-Kinder der evangelischen Kita in Farmsen gemeinsam mit Erzieherin Frau Airo, Vikarin Frau Handke, Teamerin Sarah und Gemeindep├Ądagogin Christina Tiebel die spannende Geschichte vom Propheten Jona, der von einem Wal verschluckt wurde, erlebt. Das waren f├╝nf intensive Tage, vollgepackt mit erz├Ąhlen, Musik h├Âren, spielen, basteln, tanzen, backen, singen und vielem mehr.

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W├Ąhrend wir von Jonas Erlebnissen h├Ârten, haben wir uns auch mit ziemlich kniffligen Themen besch├Ąftigt:

aus Angst abhauen; Sorgen haben; nicht das tun, was andere von einem wollen; sich ├Ąrgern; Fehler wieder gut machen ...  Die Kinder waren sehr interessiert an Jonas Geschichte und haben sich auch viele eigene Gedanken dazu gemacht:

  • ÔÇ×Was haben sprechende W├╝rfel eigentlich mit Gott zu tun?“
  • (Als die Seeleute auf dem Schiff herausfanden, dass Jona f├╝r den Sturm verantwortlich war.)
  • ÔÇ×Warum hat Gott seinen Auftrag nicht einfach selbst ausgef├╝hrt, warum sollte Jona das tun?“
  • ÔÇ×Warum ist Jona denn vor Gott weggelaufen, Gott ist doch ├╝berall!“

Wir waren von den Gedanken der Kinder m├Ąchtig ├╝berrascht und beeindruckt. Die gemeinsame Zeit mit den Kindern hat uns allen sehr gut gefallen und wir freuen uns jetzt auf die n├Ąchste Kinderbibelwoche zum Thema: ÔÇ×Martin Luther“ im Herbst.

Sind Sie interessiert, an Kinderbibelwochen und -tagen mitzuwirken? Dann melden Sie sich bei christina.tiebel@kirche-in-farbe.de

 

Benefiz Konzert mit The Savoy Big Band

Wie schon seit mehr als 20 Jahren –unmittelbar vor den Sommerferien -  gab es wieder das gro├če Benefizkonzert mit The Savoy Big Band zugunsten unserer Partnerschaftsarbeit mit Tanzania. An Jazz und Swing erfreuten sich viele Besucher und lie├čen sich Grillwurst und Getr├Ąnke gut schmecken.

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Nun freuen wir uns ├╝ber einen Reinerl├Âs von ÔéČ 712,00. Herzlichen Dank allen Spendern und den Musikern f├╝r ihr gro├čes Engagement.

Inge Schmelmer
f├╝r den Tanzania-Freundeskreis

 

Johannes Bugenhagen

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 gr├╝ndet das Johanneum

BugenhagenDas Johanneum wurde von Johannes Bugenhagen, dem geistlichen Gesandten des Reformators Martin Luther, am 24. Mai 1529 gegr├╝ndet. Der Rat der Stadt Hamburg folgte damit  Martin Luthers ÔÇ×Sendschreiben an die Ratsherren allerlei St├Ądte Deutschlands, da├č sie christliche Schulen errichten und halten sollen“

Interessant an Bugenhagens Berufung ist, dass sowohl der berufende Hamburger B├╝rgermeister Johann Wetken, als auch der berufene Reformator Johannes Bugenhagen Wurzeln in der Universit├Ąt Greifswald haben. Wetken hatte in Rostock Jura studiert und wurde 1505 Rektor der Hochschule Greifswald bevor er als Stadtschreiber in seine Heimatstadt zur├╝ckkehrte. Bugenhagen gilt als der prominenteste Absolvent der Greifswalder Universit├Ąt. Vielleicht sind sie sich dort schon begegnetl

 

Johannes Bugenhagen

Es luthert total und aus allen Kan├Ąlen, aber wenn Luther allein gewesen w├Ąre, h├Ątte sich die Reformation nicht so fl├Ąchengreifend durchsetzen k├Ânnen. F├╝r Hamburg ist Johannes Bugenhagen eine der wichtigen Personen. Bugenhagen kam 1528 mit seiner Frau Walpurga und der Tochter Sara nach Hamburg. Er sollte organisatorisch der Reformation eine Ordnung, eine Verfassung, geben. Drei Hamburger B├╝rgermeister empfingen die Familie und sehr reichlich wurden fettes Ochsenfleisch, Wein, Bier und Bedienstete bereitgestellt.

Bugenhagen hat sich gro├če Verdienste erworben, so zum Beispiel, indem er die Schulbildung auch f├╝r M├Ądchen (!) als Konsequenz der Taufe stark gemacht hat.

Kloster-St.-JohannisAber ich finde, dass die Reformatoren etwas falsch gemacht haben in Bezug auf die Kl├Âster. Es ist bedauerlich, dass wir Evangelischen alle Kl├Âster abgeschafft haben. Die Reformatoren haben die Nonnen und die M├Ânche verd├Ąchtigt, dass sie sich f├╝r besonders heilig hielten und somit ├╝ber die anderen Christen erheben wollten.

Heute sehnen sich wieder Menschen danach, einige Zeit an einem Klosterleben teilzunehmen, weil sie empfinden, dass sie sich dort selbst finden und auch Gott auf eine einzigartige Weise nahe kommen k├Ânnen.

Im letzten Sommer habe ich im Rahmen einer kirchengeschichtlichen Veranstaltung das Kloster St. Johannis in Hamburg, das heute ein Evangelisches  Damenstift ist und sich in der Heilwigstra├če im Stadtteil Eppendorf befindet, besucht.  Hier wohnen derzeit 70 Frauen, die ├╝ber 60 sind, in Wohnungen unter dem gro├čen Dach des Evangelischen Damenstiftes.

Aber nun zur├╝ck ins 16. Jahrhundert:

Die Nonnen haben sich damals heftigst dagegen gewehrt, als Bugenhagen ihr Kloster aufl├Âsen wollte. Bugenhagen beschimpfte sie als ÔÇ×L├╝genbr├Ąute Gottes“. Aber die Nonnen k├Ąmpften daf├╝r, ihren alten Glauben zu behalten und vor allem daf├╝r, in ihrer Gemeinschaft bleiben zu k├Ânnen.  Schlie├člich aber ergriffen Rat und B├╝rger gegen die aufm├╝pfigen Nonnen 1530 drastische Ma├čnahmen: Das sch├Âne Klostergeb├Ąude wurde einfach zerst├Ârt und nur die Nonnen, die zum evangelischen Glauben ├╝bertraten, durften an anderer Stelle in Hamburg als evangelische Frauengemeinschaft zusammen wohnen. Das heutige Geb├Ąude, Kloster St. Johannis, wurde 1914 in der Heilwigstra├če als Evangelisches Damenstift erbaut.

Pastorin Christa Usarski

(├ťber Johannes und Walpurga Bugenhagen kann man sich gut informieren:
www.hamburger-reformation.de