Stellen Sie sich vor, die Kirchengemeinde l├Ądt ein zum Luther-Jubil├Ąumsfest,
und viele, viele kommen !

So geschehen am Reformationstag. Bereits der morgendliche Gottesdienst in der Friedenskirche wurde so gut besucht - vor allen Dingen von jungen Familien - , dass die R├Ąumlichkeiten fast nicht ausreichten. So gestaltete sich das Fest ├╝ber den ganzen Tag mit: Martin-Luther Bus, mittelalterlichem Fest im Gemeindezentrum in Farmsen, Apfelb├Ąume pflanzen, bis hin zu festlichem Abschlu├č-Gottesdienst in der Erl├Âserkirche mit integrierter Auff├╝hrung der Bachkantate “ Ein feste Burg ist unser Gott”

Hier einige Stimmungsbilder
Manfred Schmelmer
 

Besonderer Gottesdienst der Tanzaniapartnerschaft

Am 12.11.2017 fand im Gemeindehaus unser diesj├Ąhriger Partnerschaftsgottesdienst statt, in dessen Verlauf die Reiseteilnehmer von ihrem Besuch in Akeri berichteten. Anlass diese Besuches war die Verabschiedung von Bischof Paulo Akyoo, der unser Engagement in Tanzania seit Anbeginn begleitet hatte. Die Reisegruppe konnte auch den neuen Bischof Elias Kitoi Nasari kennenlernen und aus den Gespr├Ąchen erwuchs der Eindruck, dass die Entwicklung unserer Berufsschule AVTC einen neuen Schub erfahren k├Ânnte. Evelyn Hunsicker, Margret Goldberg, Ursula Paetow und Helmuth Elliesen Kliefoth konnten die neue Boma, das G├Ąstehaus im traditionellen Stil, erleben und waren sehr beeindruckt von den Verabschiedungsfeierlichkeiten f├╝r Bischof Akyoo.

Mit Ende diesen Jahres wird Helmuth Elliesen Kliefoth sich aus der Tanzaniaarbeit zur├╝ckziehen aber weiterhin dem Freundeskreis angeh├Âren. Wir danken ihm f├╝r die vision├Ąre, aber auch akribische Arbeit, die er ├╝ber 22 Jahre mit gro├čer Leidenschaft geleistet hat und w├╝nschen, dass sein Werk bl├╝hen m├Âge.

J├╝rgen Wulf

 

 

Heimat – was ist das eigentlich?

Wenn wir ├╝ber Heimat sprechen, denken wir zuerst an fr├╝her, an das, was uns in der Pastorin UsarskiKindheit wichtig war: Mit vielen Kindern auf der Stra├če spielen, bei Oma Puffer essen, Familienausfl├╝ge mit dem VW-K├Ąfer usw. Diese Kindheitsorte aber gibt es zumeist nicht mehr und ├╝berhaupt, ich hatte keine Lust, mein ganzes Leben in meinem kleinen Dorf zu verbringen. Ist Heimat ├╝berhaupt in allererster Linie mit einem Ort verbunden oder eher mit Menschen, denen ich mich nahe f├╝hle? Schade, dass es f├╝r das Wort Heimat keinen Plural gibt, denn mir f├Ąllt es schwer, Heimat auf den einen Begriff zu bringen.

Und die Bibel kennt den Begriff der Heimat gar nicht. Jesus war einer, der vor allem unterwegs war, quasi als Wegtheologe gewirkt hat und weder Pastorat noch eine bezahlte Pastorenstelle hatte. Er hat von sich gesagt: ÔÇ×Die F├╝chse haben ihre H├Âhlen und die V├Âgel ihre Nester, der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.“ Aber im Unterwegssein mit dem Gottessohn erfahren die Menschen, die ihm nachfolgen, die sich auf seinen Weg einlassen, Heimat. Heimat, so folgere ich aus der Bibel, hat viel zu tun mit dem, was mich umgibt, was ich glaube,  wonach ich mich sehne, wohin und mit welchen Menschen ich wie unterwegs bin.

Leider ist Heimat in der letzten Zeit auch ein Kampfbegriff geworden. Heimat, so meinen die Populisten, sollen nur bestimmte Menschen haben. Mir hat gefallen, was unser Bundespr├Ąsident, Frank-Walter Steinmeier, am Tag der Deutschen Einheit gesagt hat: ÔÇ×Wer sich nach Heimat sehnt, der ist nicht von gestern. … Diese Sehnsucht nach Heimat d├╝rfen wir nicht denen ├╝berlassen, die Heimat konstruieren als ein `Wir gegen Die┬┤ … Ich glaube, Heimat weist in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit.“

Etwas anders als der Bundespr├Ąsident m├Âchte ich gewichten, weil ich meine, dass auch meine Vergangenheit wichtig ist, meine Wurzeln, als Einzelne, als Kirche und auch als Gesellschaft. Aber richtig finde ich, dass Heimat offen ist f├╝r die Menschen, die dazugeh├Âren wollen und die damit zugleich wieder unsere Heimat verwandeln. Heimat, jeder braucht sie, aber sie ist kein exklusiver Besitz und deshalb machen wir uns immer wieder neu auf, Heimat zu suchen und zu gestalten.

Pastorin Christa Usarski

 

Mitglieder aus der Biografiewerkstatt sind in einem Gottesdienst dieser Frage nachgegangen
Zu Beginn des Gottesdienstes haben die Mitwirkenden jeweils eine pers├Ânliche Antwort gegeben:

"Ich habe immer viele Nachbarskinder zum Spielen gehabt. Rechts und links gab es gro├če unbebaute Grundst├╝cke. Das waren unsere Abenteuerspielpl├Ątze." (Hannelore Schr├Âter)

 ÔÇ×Heimat ist ein Ort der Hoffnung und der Sehnsucht nach Geborgenheit und Vertrautheit.“ (Helga M├╝ller)

 ÔÇ×Ohne Heimat sein hei├čt f├╝r mich leiden.“ (Brigitte Simon)

 ÔÇ×Heimat - das ist f├╝r mich auch die Sprache, der Dialekt, den man dort spricht, wo ich aufgewachsen bin.“ (Christel Vierle)

 ÔÇ×Heimat ist f├╝r mich Hamburg. Wenn ich an der Elbe oder Alster im Sonnenschein stehe, ├╝berkommt mich ein Gl├╝cksgef├╝hl und ich bekomme eine G├Ąnsehaut.“
(Ingrid Meins)

 ÔÇ×Vertraute Kl├Ąnge und Ger├Ąusche - Hundegebell - das freche Tschilpen der Spatzen .“ (Gisela Mentner)

ÔÇ×Heimat ist f├╝r mich diese Berner Siedlung mit der Kirche mittendrin.“
(Marianne Laaksonen)
 

Farmsen-Berne Medaille in Silber f├╝r den
Farmsener Tisch.

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Am 18. September wurde diese Medaille verliehen f├╝r besondere ehrenamtliche Verdienste im Stadtteil. Ein ÔÇ×kleine“ Delegation der rund 40 Ehrenamtlichen war im Hamburg-Saal im BFW vertreten (2. Bild mit sitzender Brigitte Friedrich), zur Verleihung  waren die beiden ÔÇ×Senioren“ des Teams Margot Schaumann und Franz Wierschatz mit am Pult (das Bild mit dem Banner des B├╝rgervereins). Die beiden anderen ausgezeichneten B├╝rger sind Holger Maiwald vom aus Berne und Udo V├Âlsch vom Kulturkreis Berner Schloss.

J├╝rgen Wippermann